Pathologisches Lachen und Weinen
T. Kratz, C. W. Wallesch · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 2001 · Heft 08 · S. 353-358
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung: Klassische Arbeiten über das pathologische Lachen und Weinen unterscheiden strikt zwischen Affektinkontinenz und Affektlabilität. Das pathologische Lachen und Weinen als Ausdruck der Affektinkontinenz wird als Enthemmungsphänomen motorischer Synergismen gesehen, ein kongruenter Affekt liegt anders als bei der Affektlabilität nicht vor. Dass es sich um ein Enthemmungsphänomen handelt, wird durch klinische und elektromyographische Befunde gestützt, die auf eine fehlende Modulation beim Zwangslachen und -weinen hinweisen. Wilson postulierte 1924 ein supranukleäres pontobulbäres Zentrum für affektiv…