Zwangssterilisationen und Zwangsabruptiones an der I. Universitätsfrauenklinik München zwischen 1933 und 1945 - Versuch einer späten Lebenshilfe
C. Horban, M. Stauber, R. Kästner, O. Dathe, G. Kindermann · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2001 · Heft 08 · S. 599-606
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Schlussfolgerung An der I. Universitätsfrauenklinik München wurde erstmals der Versuch unternommen, mit den zwangssterilisierten, ehemaligen Patientinnen der Klinik Kontakt aufzunehmen, um ihnen gegenüber im Namen der Klinik eine späte Entschuldigung zu formulieren. In Form einer späten Lebenshilfe sollten sie bei Entschädigungsanträgen Unterstützung finden und die Möglichkeit einer Bearbeitung ihrer psychischen Traumatisierung im Rahmen von Einzel- oder Gruppengesprächen. Die enorm positive Reaktion der Zwangssterilisierten gab diesem Vorgehen Bestätigung. In einer Zeit der erneuten Diskussion um Kostenersparni…