Anmerkungen zum unkritischen Umgang mit der Diagnose „Kleptomanie”
Elmar Habermeyer, Karsten Heekeren · Psychiatrische Praxis · 2004 · Heft 01 · S. 40-42
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die Diagnose Kleptomanie basiert auf umschriebenen Verhaltensauffälligkeiten. In DSM-IV und ICD-10 werden die unterschiedlichen Ursachen dieses Verhaltens vernachlässigt. Außerdem muss die hohe Komorbidität mit anderen psychischen Störungen beachtet werden. Im Interesse begrifflicher Klarheit sollte bei manifesten Organläsionen nicht von Kleptomanie gesprochen werden. Forensische Bedeutung gewinnt diese Diagnose letztendlich auch weniger durch die wiederholten Stehlhandlungen als vielmehr durch begleitende Auffälligkeiten wie Progredienz, Erlebniseinengung, nachlassende Befriedigung und Leidensdr…