Die Lunge als Eintrittspforte zerebraler Scedosporiosen nach Beinahe-Ertrinken – Auftreten neuer humanpathogener Erreger durch Umweltverschmutzung?
R Horré, B Sterzik, N Schnitzler, R Siekmeier, GS de Hoog, WHJ Becker, SM Choi, H Ratz, K Tintelnot, J Rainer · Pneumologie · 2003 · Heft 11
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Hintergrund: Beinahe-Ertrinken ist weltweit ein häufiges Ereignis, das sowohl bei Nichtschwimmern als auch bei geübten Schwimmern vorkommen kann. In erster Linie entstehen dabei Schäden an der Lunge. Nachfolgende Infektionen treten vorwiegend in Form von Pneumonien auf. Seit einigen Jahren gibt es weltweit Berichte über Infektionen durch den Pilz Scedosporium apiospermum (teleomorph: Pseudallescheria boydii) nach Beinahe-Ertrinken bzw. nach Aspiration von pilzhaltigem Wasser. Nach passagerer Infektion der Lunge folgt nicht selten eine zerebrale Abszedierung mit zumeist tödlichem Ausgang. P. boydii ist seit 1890…