Warum entscheiden sich Männer für Geheimhaltung und gegen Offenlegung einer depressiven Erkrankung? Eine qualitative Studie
Paul Nickel, Maja Stiawa, Christian Götzl, Gironimo Krieg, Lea Mayer, Silvia Krumm · Psychiatrische Praxis · 2024 · Heft 05 · S. 245-252
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Ziel der Studie Diese qualitative Studie untersucht aus Sicht von Männern mit Depression, aus welchen Gründen und in welchen Situationen sie die depressive Erkrankung geheim halten. Methodik Fünf Fokusgruppen mit 16 Männern wurden inhaltsanalytisch ausgewertet. Ergebnisse Es wurden vier Motive für Geheimhaltung herausgearbeitet: 1. Berufliche Kontinuität sicherstellen, 2. Akzeptanz und soziale Zugehörigkeit sichern, 3. Kontrolle über soziale Identität gewinnen, 4. Belastungen des privaten Umfelds vermeiden. Stereotype traditioneller Männlichkeit werden im Allgemeinen abgelehnt, bilden jedoch im A…