Allelische Verlustanalyse acht prognostisch relevanter chromosomaler Regionen bei kolorektalen Karzinomen
C Reiter, T Kudlich, G Dusel, S Kneitz, H Lührs, T Menzel, J Schauber, W Scheppach, R Melcher · Zeitschrift für Gastroenterologie · 2004 · Heft 10
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Einleitung: Die Inaktiverung von Tumorsuppressorgenen erfolgt durch die Mutation eines Allels, gefolgt von der Deletion des zweiten Allels. Der Nachweis eines allelischen Verlustes (LOH – „loss of heterozygosity“) in einem bestimmten chromosomalen Bereich stellt somit einen indirekten Hinweis für das Vorliegen eines Tumorsuppressorgens dar. Beim kolorektalen Karzinom konnten häufige Deletionen in den Bereichen 1p32–36, 2p21–16, 3p23, 4p14–16, 5q21–5q22, 8p21–22, 17p13 und 18q12.3 nachgewiesen werden. Bei jeder Region (ausser 5q12–22) konnte eine signifikante Korellation mit einer kürzeren Überlebenszeit der Pati…