Anonyme Geburt und Kindestötung in Tirol
C. Danner, M. Pacher, E. Ambach, C. Brezinka · Zeitschrift für Geburtshilfe und Neonatologie · 2005 · Heft 05 · S. 192-198
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung HINTERGRUND: Im Jahr 2001 wurde die Möglichkeit der anonymen Geburt in Österreich durch einen Erlass des Justizministeriums geschaffen. Man erhoffte sich von dieser Maßnahme einen Rückgang der Fälle von Kindesweglegung und Kindestötung. METHODE: Von 1996 bis 2004 kam es im österreichischen Bundesland Tirol (687.000 Einwohner, ca 7000 Geburten pro Jahr) zu vier dokumentierten Fällen von Kindestötung nach der Geburt. Ein Kind wurde nach der Geburt von der Mutter ausgesetzt. Seit der Legalisierung nutzten in Tirol zwei Frauen das Angebot der anonymen Geburt. Beide Frauen entbanden an der Innsbrucker…