Exazerbation einer schizoaffektiven Psychose nach In-Vitro-Fertilisation mit Leuprorelinacetat
F Abu-Tair, T Strowitzki, N Bergemann · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 2005 · Heft 10
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Einleitung: Leuprorelinacetat ist ein GnRH-(Gonadotropinreleasinghormon-) Analogon, das unter anderem seinen Einsatz in der In-Vitro-Fertilisations-(IVF-) Behandlung findet. Es supprimiert zunächst die gonadale Östrogensekretion, was als übliche Nebenwirkungen vor allem zu Schlafstörungen, Nervosität, Übelkeit und Schwitzen führen kann. Im Verlauf kommt es aufgrund von Rückkoppelungsmechanismen mit dem Anstieg der FSH- und LH-Sekretion zu einer ovariellen Überstimulation. Diese hormonellen Veränderungen können Exazerbationen vorbeschriebener Psychosen auslösen. Dies steht im Einklang mit der Hypothese protektive…