Schwere Hydranencephalie mit respiratorischer Insuffizienz – ein postnatales ethisches Dilemma
T Diehl, C Hauenstein, C Spang, B Zimmermann, A Meyer, HJ Flägel, D Haffner · Zeitschrift für Geburtshilfe und Neonatologie · 2006 · Heft 05
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Einleitung: Eine Hydranencephalie ist eine schwere Missbildung des Gehirns, bei der beide Großhirnhemisphären durch flüssigkeitsgefüllte Blasen ersetzt sind. Als Ursache wird eine intrauterine Durchblutungsstörung im Versorgungsgebiet der A. carotis interna beidseits vermutet. Bei intrauterin diagnostizierten schweren ZNS Fehlbildungen erfolgt häufig eine Interruptio. Wir beschreiben die ethische Problematik eines Neugeborenen mit Hydranencephalie und fehlendem Spontanatemantrieb, bei dem unmittelbar postnatal eine maschinelle Beatmung begonnen wurde. Kasuistik: Mutter 19-jährige Erstgravida, keine Schangerschaf…