Die „Kriegszitterer“: organische oder funktionelle Genese. Oppenheim vs. Nonne
J.M Valdueza · Aktuelle Neurologie · 2008 · Heft 09
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Schon bald nach Beginn des 1. WK traten bei vielen deutschen Soldaten neurologische Symptome wie Lähmungen, Bewegungsstörungen und Zitteranfälle auf, die im zeitlichen Zusammenhang mit Verschüttungen und Detonationen standen, aber überwiegend in Kampfpausen eintraten. Über die Zuordnung dieser Störungen entbrannte im Kreis der Nervenärzte eine lebhafte Debatte, die ihren Höhepunkt in der sog. Kriegstagung des Dt. Vereins für Psychiatrie und der Gesellschaft Dt. Nervenärzte fand, die im September 1916 in München vor 241 Nervenärzten und Sanitätsoffizieren tagte. Eine somatische Genese vertrat insbesondere H. Oppe…