Schwangerschaftsabbrüche im 2. und 3. Trimenon – das ethische Dilemma aus Sicht der Pränatalmediziner
A Dorn, A Rohde · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2008 · Heft 09
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Neben der deutlichen Reduktion der maternalen wie fetalen Morbiditäts- und Mortalitätsraten durch die Pränatalmedizin bleiben nach wie vor einige Erkrankungen des Kindes untherapierbar. Vor allem die pränatale Feststellung genetisch bedingter Erkrankungen ohne therapeutische Optionen kann für die Betroffenen die Frage aufbringen, ob sie die Schwangerschaft fortsetzen können oder im Rahmen der medizinischen Indikation (§ 218a Abs. 2 StGB) abbrechen lassen wollen. Eine solche „medizinische Indikation“ zum Schwangerschaftsabbruch wird in der Regel von Pränatalmedizinern gestellt, meist nach interdisziplinären Berat…