Große klinische Variabilität bei Patienten mit Treacher-Collins-Franceschetti-Syndrom
T Friedrich, U Hehr, D Lohmann, D Wieczorek · Klinische Pädiatrie · 2009 · Heft 03
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Das Treacher-Collins-Franceschetti-Klein-Syndrom (TCS; OMIM 154500) ist eine autosomal-dominant vererbte Erkrankung mit typischem kraniofazialen Aspekt gekennzeichnet durch nach außen abwärts gerichtete Lidachsen, Hypoplasie von Os zygomaticum und Mandibula sowie Ohrmuschelfehlbildungen. Bei fast der Hälfte der Patienten besteht eine Schalleitungsschwerhörigkeit infolge von Fehlbildungen des Gehörkanals oder Innenohres. Mehr als 90% der Patienten mit typischen klinischen Zeichen eines TCS weisen heterozygote Mutationen im TCOF1-Gen auf (5q32-q33), welche überwiegend in einem vorzeitigen Abbruch der Proteinsynthe…