Implementierung einer standardisierten Gerinnungsananmnese zur Abschätzung des peripartalen Blutungsrisikos in einem Perinatalzentrum Level I
S Dostert, B Seelbach-Göbel · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2009 · Heft 06
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Fragesstellung: Eine gut funktionierende Hämostase peripartal ist sehr wichtig. Die Inzidenz der postpartalen Blutung beträgt 4–5%. Neben den schwangerschaftstypischen Risiken (langer Geburtsverlauf, Makrosomie usw.) gilt es zu erfassen, ob es Störungen in der Hämostase gibt. Das präpartales Hämostasescreening (TZ, aPTT, Quick) ist oft I nicht effektiv. Thrombozytenfunktionsstörungen, die bei 3–5% der Patienten vorliegen, werden nicht erfasst. Die Blutunganamnese ist die schnellste und einfachste Methode ist Patienten mit Hämostasestörungen zu identifizieren. Als Vorteil hat es sich dabei erwiesen die Blutungsan…