Kongenitale Prosopagnosie bei Kallmann-Syndrom, eine Folge gestörten Axonwachstum?
S Ruge, A Ebert, E Wlasich, A Danek · Aktuelle Neurologie · 2007 · Heft 09
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Prosopagnosie, die Unfähigkeit Personen alleine am Gesicht zu erkennen, kann auch als kongenitale, oft autosomal-dominant erbliche Eigenschaft auftreten. Beim Kallmann-Syndrom (KS) handelt es sich um einen hypogonadotropen Hypogonadismus mit Anosmie, der durch eine Störung des Wachstums der Axone von der olfaktorischen Plakode in das ZNS bedingt ist. Wir berichten über einen Fall von KS, bei dem wir Hinweise auf kongenitale Prosopagnosie fanden. Die 22-jährige Patientin zeigte in unserem computergestützten Test zum Lernen und Wiedererkennen von Gesichtern (Philipp & Danek 2004) niedrige Leistungen. Die Ergebniss…