Eingeschränkte Kooperativität in derneurologisch-psychiatrischen Begutachtung:Schätzungen zur Auftretenshäufigkeitan einer Begutachtungspopulation
Merten, T.; Friedel, E.; Stevens, A. · Versicherungsmedizin, Karlsruhe · 2006 · Heft 3 · S. 19 bis 21
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Eingeschränkte Kooperativität in der Begutachtung stellt ein Problem von erstrangiger Bedeutung dar. Dies gilt insbesondere dann, wenn die geltend gemachten Störungen durch den Untersucher nicht ohne weiteres verifiziert werden können, sondern maßgeblich aus der Beschwerdenschilderung hervorgehen. Im Gegensatz zu einschlägigen Schätzungen aus dem nordamerikanischen Raum lagen für den deutschen Sprachraum bislang keine Angaben zur Auftretenshäufigkeit negativer Antwortverzerrungen vor. Bei der nervenärztlichen Begutachtung von 235 Personen, die als Folge ein bis fünf Jahre zuvor erlittener Unfälle auch kognitive…