Die operative Behandlung der Tibiakopffraktur – anatomisch rekonstruiert und trotzdem instabil?
Johannes Herold · Zeitschrift für Orthopädie und Unfallchirurgie · 2024 · Heft 06 · S. 558
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Tibiakopffrakturen gehören zu den schwerwiegendsten Verletzungen des Kniegelenks und führen bei einem relevanten Teil der Patienten zu posttraumatischer Gonarthrose sowie bei nahezu jedem 10. zur Implantation einer Knietotalendoprothese. Während der Schwerpunkt traditionell auf der knöchernen Heilung lag, insbesondere auf der anatomischen Rekonstruktion der Gelenkfläche, der Breite des Tibiaplateaus und der anatomischen Beinachse, bleiben die Rolle und Prävalenz ligamentärer Begleitverletzungen und deren potenzielle Auswirkungen auf eine resultierende Gelenkinstabilität weiterhin unklar.