IM DRITTEN REICHDIE VERBANDSARBEIT DER HEBAMMEN IN NAZI-DEUTSCHLAND
Tiedemann, K. · Hebammenforum, Karlsruhe · 2001 · Heft 2 · S. 77 bis 81
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Mit meiner Forschung kann ich Licht in die Geschichte der Berufsorganisation und in die Berufspolitik im Nationalsozialismus bringen. Während dieser Zeit galt dem Beruf eine besondere Aufmerksamkeit von staatlicher Seite, denn die Hebamme hatte bei einem Anteil von 83, 5 Prozent Hausgeburten salopp ausgedrückt die, Hand an der-Wiege - besser gesagt: die Hand an der gebärenden Frau. Damit war sie kontrollierende und gleichermaßen zu kontrollierende Instanz am Gebärbett. Die Situation der zu 95 Prozent freiberuflich tätigen Hebammenm war in der Weimarer Republik durch hohe Arbeitslosigkeit, geringes Einkommen, sch…