Funktionelle Anatomie der Interozeption
Dirk Luthin, Winfried Neuhuber · DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie · 2024 · Heft 02 · S. 25-33
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Interozeptive Afferenzen vermitteln dem Gehirn den Zustand des „inneren Milieus“, das geeignete Reaktionen einleitet, um die Homöostase zu sichern bzw. ihre Störung allostatisch zu korrigieren. In diesem Artikel wird u. a. die Möglichkeit diskutiert, dass Interozeptoren auch die zwischen den Brust- und Bauchorganen wirkenden Adhäsionskräfte detektieren und deren zentralnervöse Integration wesentlich zum Bewusstsein unseres „materiellen Selbst“ beiträgt. Osteopathische viszerale Techniken greifen in dieses Kräftespiel ein und beeinflussen so die Interozeption des Patienten.