Nicht nur schüchtern: Was Pädiater über Selektiven Mutimus wissen sollten
Angelika Gensthaler, Carolin Röse · Kinder- und Jugendmedizin · 2025 · Heft 01 · S. 21-26
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
ZusammenfassungDer Selektive Mutismus (SM) ist eine Angsterkrankung, die etwa 1 % aller Kinder betrifft; mehrsprachige Kinder erkranken mit einer Prävalenz von 2–3 % noch häufiger. Etwa 30–50 % der Betroffenen zeigen Sprachentwicklungsauffälligkeiten. Kernsymptom ist ein situationsspezifisches Unvermögen zu sprechen, während die Kinder in anderen Situationen ihre Sprachkompetenz weitgehend ungehemmt zeigen. Mutistisches Verhalten wird oft von einer psychomotorischen Gehemmtheit, bis hin zu Freezing-Phänomenen, begleitet. Der SM beginnt in der Regel mit 2–4 Jahren, fällt aber oft erst nach Eintritt in Kindergarte…