Massive Infektion und alveolare Schädigung der humanen Lunge durch das Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus (MERS-CoV)
A Becher, J von Recum, K Schierhorn, T Wolff, M Tönnies, J Neudecker, J Rückert, P Schneider, AD Gruber, N Suttorp, S Hippenstiel, AC Hocke · Pneumologie · 2015 · Heft 04
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Einleitung: Im Sommer 2012 wurde mit MERS-CoV ein neuer Erreger pulmonaler Infektionen identifiziert. MERS-CoV-infizierte Patienten entwickeln häufig eine schwere Pneumonie mit akutem Atemnotsyndrom (ARDS). Von den bisher weltweit 699 bestätigten MERS-CoV-Fällen verliefen 209 tödlich. Der Erkrankung zugrundeliegende Pathomechanismen sind bislang weitgehend unbekannt. Da bis heute keine Autopsiestudien vorliegen, fehlen wegweisende Informationen zur Virus-Wirts-Interaktion in der menschlichen Lunge. Um diese zu analysieren wurde die MERS-CoV-Infektion direkt in primärem humanem ex vivo kultivierten Lungengewebe u…