Myelodysplastische Syndrome – Diagnostik, Prognosestellung und Therapie
Thomas Schroeder · Der Klinikarzt · 2015 · Heft 10 · S. 450-455
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Myelodysplastische Syndrome sind eine heterogene Gruppe von Blutstammzellerkrankungen, die vornehmlich bei älteren Patienten auftreten und in eine akute myeloische Leukämie übergehen können. Charakteristisch ist eine mehr oder weniger ausgeprägte hämatopoietische Insuffizienz, welche zu Zytopenie-bedingten Symptomen und Komplikationen führt. Goldstandard für die Diagnosestellung ist weiterhin die zytologische Untersuchung des Knochenmarks. Gemeinsam mit der Zytogenetik bildet sie auch die Grundlage für die Prognosestellung anhand von Risiko-Scores wie dem International Prognostic Scoring System (IPSS) oder seine…