Was tun bei Sprachentwicklungsverzögerungen und -störungen? Die neue S3-Leitlinie fordert Umdenken
Katrin Neumann, Corinna Gietmann, Philipp Mathmann, Christiane Kiese-Himmel · Kinder- und Jugendmedizin · 2025 · Heft 02 · S. 89-100
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
ZusammenfassungSprachentwicklungsstörungen (SES) gehören mit einer Prävalenz von 9,9 % zu den meistbehandelten Störungen des Kindesalters. Bei 7,6 % bestehen keine gravierenden sprachrelevanten Erkrankungen – (umschriebene) SES ((U)SES). Bei weiteren 2,3 % liegen Komorbiditäten wie Hörstörungen oder neurologische Störungen vor. SES beeinträchtigen oft die soziale, emotionale, kognitive, schulische und berufliche Entwicklung der Betroffenen. Zwischen dem 2. und 3. Geburtstag beobachtbare Sprachentwicklungsverzögerungen (SEV) gehen (U)SES regelmäßig voraus. Evidenzbasierte Interventionen bei SES und SEV zeigt eine…