Vaginale Methoden in der Geburtshilfe: Dilatation nach Bossi, Metreuryse, Kolpohysterotomie1)
Ph. Jung · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1910 · Heft 45 · S. 2081-2086
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung 1. Die rasche und gewaltsame Dilatation der Cervix des schwangeren oder kreißenden Uterus mit dem Dilatator nach Bossi ist zu verwerfen, wenn der Zervikalkanal noch erhalten und wenn nicht vorher eine regelmäßige und kräftige Wehentätigkeit vorhanden gewesen ist. Bei Erstgebärenden soll der Dilatator von Bossi überhaupt nicht angewendet werden. Ebenso ist er bei Placenta praevia strengstens kontraindiziert. Nur bei Mehrgebärenden mit verstrichenem Zervikalkanal kann das Verfahren nach Bossi in der Hand eines geübten und erfahrenen Geburtshelfers in einzelnen Fällen Gutes leisten. Jedoch ist es we…