Sexualpathologie als Problem einer Medizinischen Anthropologie1)
Oswald Schwarz · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1929 · Heft 39 · S. 1619-1621
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung 1. Die pathogenetische Grundlage der Sexualstörungen ist ein psychophysischer Infantilismus. 2. Auch in ihrem Wesen sind die Sexualstörungen nichts anderes als Infantilismen, d. h. Ausdruck der Unreife, und das heißt wiederum des Zurückbleibens hinter einer Aufgabe. 3. Auch die so mannigfachen Erscheinungsformen der gestörten Sexualität können einheitlich verstanden werden als ein Stehenbleiben auf verschiedenen Stufen der Entwicklung zu einem normalen Sexualobjekt, normalem Sexualziel und einer normalen Exekutive. 4. Die Verwirklichung dieser Norm ist der Koitus; es gibt daher nur eine Sexualstö…