Helminthologische Beobachtungen in Ostpreußen, insbesondere über Dibothriocephalus latus und Opisthorchis felineus
Hans Vogel · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1929 · Heft 39 · S. 1631-1633
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Stuhluntersuchungen bei Anwohnern des Kurischen Haffs — vorwiegend Kindern — ergaben in 36% der Proben Dibothriocephalus latus, in 52% Ascaris lumbricoides, in 8% Opisthorchis felineus und in 84% Trichuris trichiura. In Diaptomus vulgaris wurde ein neuer erster Zwischenwirt des Breiten Bandwurms erkannt. Die Bothriozephalusinfektion des Menschen erfolgt auf der Kurischen Nehrung fast ausschließlich durch Verzehren roher Quappenleber. Es wird die Möglichkeit erwogen, ob die weitverbreitete Sitte, rohe Fischleber zu verzehren, das Auftreten echter Bothriozephalusanämie verhindern (Lebertherapie) un…