Zur Kasuistik der Stirnhöhlengeschwülste1)
Rob. Herzenberg · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1909 · Heft 44 · S. 1919-1922
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Es handelt sich um eine „Ueberzyste” von ganz enormen Dimensionen. Die von der Schleimhaut des Sinus frontalis ausgehende Geschwulst hatte sämtliche anliegenden Knochen usuriert, den Orbitalinhalt verdrängt und war bis zur Kopfgröße des erwachsenen Patienten herangewachsen. Nicht nur nach außen, sondern auch nach innen wuchs die Geschwulst; das Gehirn war so weit zurückgedrängt, daß nach der Exstirpation des Tumors die Faust bequem in dieser Höhle Platz fand. Absolutes Fehlen von Gehirnsymptomen. Der Tumorinhalt bestand aus etwa 1,8 Kilo einer bräunlichen schleimig-serösen Flüssigkeit. Am zehnten…