Hämodialysebehandlung einer akuten Borsäurevergiftung
R. Stolpmann, G. Hopmann · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1975 · Heft 16 · S. 899-901
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Ein 62jähriger Mann trank bei einem oralen Glucosebelastungstest versehentlich statt der vorgeschriebenen Glucoselösung 40 g Borsäure. Durch eine 18stündige Hämodialyse konnten 8,32 g, durch forcierte Diurese 8,6 g sowie durch Magenspülung 9 g Borsäure eliminiert werden. Außerdem wurden im Erbrochenen noch größere Giftmengen beobachtet. An wesentlichen Intoxikationszeichen traten eine leichte metabolische Acidose, eine 14 Stunden anhaltende komplette Anurie und eine normochrome Anämie auf. Ein Nierenschaden oder andere Folgezustände der Vergiftung blieben nicht zurück.