Medikamentös induzierte hämorrhagische Diathese in der Urämie
K. Andrassy, E. Ritz, W. Trobisch, T. Andrassy · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1973 · Heft 47 · S. 2247-2249
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Nach Verabreichung von Carbenicillin wurde bei einem Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz während Hämodialyse eine bedrohliche hämorrhagische Diathese beobachtet. Durch Wechselwirkung mit Antithrombin III führen Penicillin und Penicillinderivate bei Konzentrationen, die durch Kumulation bei Niereninsuffizienz in vivo erreicht werden, zu einer heparinähnlichen Hemmung der Thrombinwirkung. Jedoch wird im Gegensatz zu Heparin nicht nur die Thrombinzeit, sondern werden auch die Thrombinkoagulase- und Reptilasezeit pathologisch verlängert.