Die Fettsucht als Störung des Appetitverhaltens. I. Experimentelle Untersuchungen der Appetit- und Sättigungsregulation1
V. Pudel, J.-E. Meyer · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1974 · Heft 13 · S. 618-628
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Fettsucht ist das Ergebnis einer langfristigen kalorischen Überbilanzierung. Aus dieser Feststellung wird abgeleitet, daß Menschen dann Nahrungsmengen über ihren individuellen Bedarf hinaus aufnehmen, wenn ihre Appetit- und Sättigungsregulation gestört sind. Daher ist Übergewicht eine Folge dieser Regulationsstörungen. Experimentelle Befunde rücken die besondere Bedeutung von psychologischen Faktoren in den Vordergrund, denn gerade sie beeinflussen bei Fettsüchtigen die Steuerung von Appetit und Sättigung nachhaltig. Dabei haben bestimmte Signale in der Umwelt des Fettsüchtigen eine »Auslösefunkt…