Anti-D-Behandlung nach Falschtransfusion: Verhütung der Rh-Sensibilisierung
G. Schellong, W. Grimm · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1970 · Heft 51 · S. 2555-2559
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einer 29jährigen 0 Rh-negativen Patientin wurde nach irrtümlicher Transfusion einer 0 Rh-positiven Blutkonserve (400 ml Blut) versucht, die drohende Rh-Sensibilisierung durch passive Immunisierung mit Anti-D-Immunglobulin (Anti-D-IgG) zu verhindern. Es wurden insgesamt 6500 µg Anti-D-IgG (größtenteils intravenös) appliziert, verteilt auf 16 Einzeldosen an neun aufeinander folgenden Tagen. Am zehnten Tag waren keine Spendererythrozyten mehr im Blute der Patienten nachweisbar. Irgendwelche Nebenerscheinungen traten nicht auf. Bis zu elf Monaten nach der Transfusion waren noch Reste der injizier…