Nachgeburtswehen, Plazentalösung und Blutverlust
Horst Puder, Friedrich Karl Klein · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1959 · Heft 21 · S. 989-995
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die durch intravenöse Orasthin-Injektion nach Geburt des Kindes verstärkte Wehentätigkeit in der Nachgeburtsperiode übt einen ungünstigen Einfluß auf die Plazentalösung aus, wie die eigenen Erfahrungen bei 6625 Geburten gezeigt haben. Der durchschnittliche Blutverlust war mit sogenannter Orasthinprophylaxe zwar nicht wesentlich größer, es kamen aber häufiger Blutungen über 500 ccm vor (7% gegenüber 5,7%), und es waren häufiger manuelle Plazentalösungen notwendig als ohne Orasthinprophylaxe. Die Lösungszeit war dabei nicht verkürzt. Mit der Größe der Plazentafläche nahmen stärkere Blutungen zu. Al…