Der Kernikterus - seine Pathogenese und Therapie unter Berücksichtigung neuer Erkenntnisse über das „direkte” und das „indirekte” Bilirubin1
H. Kellner, J. Stoermer · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1958 · Heft 45 · S. 1983-1987
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Das direkte Bilirubin ist mit 2 Molekülen Glucuronsäure verestert, es wird dadurch wasserlöslich und harnfähig. Das nicht veresterte Bilirubin ist nur in Lipoidlösungsmitteln löslich, es ist identisch mit dem indirekten Bilirubin. Zum Kernikterus kommt es bei Neugeborenen in den ersten Tagen nach der Geburt bei Serumwerten von über 18 bis 20 mg% indirekten Bilirubins durch Ablagerung dieses Pigmentes in den Stammganglien und bestimmten anderen Regionen des Gehirns. Als klinische Symptome beobachtet man: Athetotische Bewegungsunruhe, Rigidität, Opisthotonus, Apathie mit Trinkunlust, Atemstörungen…