Ein „jüdischer“ Patient in der Psychiatrie des Nationalsozialismus
Thomas Müller, Bernd Reichelt · Nervenheilkunde · 2025 · Heft 07/08 · S. 484-488
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
ZusammenfassungJüdische Patientinnen und Patienten in der Psychiatrie des Nationalsozialismus waren doppelt stigmatisiert; sie waren psychisch krank und jüdisch. Im Verlauf der Vernichtung der deutschen Judenheit wurden auch separate Sammeleinrichtungen für die Genannten etabliert. Der vorliegende Beitrag zeigt jedoch, dass diese Menschen, jenseits dieser, auch in der zentralen „Euthanasie“ getötet wurden, und dass sie vor Verfolgung und Tod auch dann nicht sicher waren, wenn sie zum Teil christliche Eltern hatten oder Ehen mit Christen geschlossen hatten. An einem ungewöhnlichen Fallbeispiel aus Württemberg wir…