Zur Antikoagulantienbehandlung der Herz- und Kreislauferkrankungen
J. Clösges, L. Norpoth · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1957 · Heft 14 · S. 478-481
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Sintrom, ein neues Cumarinderivat, hemmt die Synthese der Gerinnungsfaktoren VII und X und des Prothrombins in der Leber. Diese Wirkung tritt bereits einige Stunden nach der Medikation ein und klingt, auch nach Überdosierung, nach 24 bis 36 Stunden schnell ab. Sie läßt sich durch Vitamin K1 oder Frischbluttransfusionen aufheben. Das gut verträgliche Präparat wird schnell ausgeschieden und kumuliert kaum. Es wurden insgesamt 102 Patienten mit Sintrom behandelt; 33 litten an einem Herzinfarkt, 26 an peripheren Thrombosen, 21 an Vorhofflimmern mit absoluter Arrhythmie, 2 an arteriellen Embolien, die…