Chiropraktische Behandlungen durch Nichtärzte
H.-J. Rieger · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1981 · Heft 46 · S. 1553
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes aus dem Jahre 1970 (Neue jur. Wschr. [1970], 1987) handelt I sich bei chiropraktischen Behandlungen der Wirbelsäule und der Gelenke um Ausübung der Heilkunde im Sinne des § 1 Heilpraktikergesetz (HeilprG). Diese Rechtssprechung hat jetzt auch der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Urteil vom 3. 4. 1981 – I ZR 41/80 – bestätigt. Das bedeutet, daß chiropraktische Behandlungen außer durch Ärzte nur von Personen durchgeführt werden dürfen, die eine Erlaubnis zur Ausübung einer Tätigkeit als Heilpraktiker nach § 1 HeilprG besitzen.