Das Problem der Einstellung psychotischer Patienten zur eigenen Erkrankung in seiner ideengeschichtlichen Entwicklung - Historische Anmerkungen und neue Perspektiven*
U. Meya · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 1981 · Heft 11 · S. 395-405
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung So lange wie die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit schizophrenen Psychosen existiert, so lange beschäftigt sich die Psychiatrie auch mit der Frage, in welcher Weise Patienten zur Krankheit Stellung nehmen. Versuchte man zunächst, die Reflexion über die abgelaufene Krankheit als eine ,,Beobachtung'' der Tätigkeit kranker Gehirnteile durch gesunde Hirnareale zu interpretieren, so faßte man diese Verarbeitung später auf als natürliche Reaktion der Gesamtpersönlichkeit auf ein existenziell erschütterndes Ereignis. Typologien über verschiedene Verarbeitungsweisen, von völligem Versunkensein in…