Palinopsie (visuelle Perseveration) und zerebrale Polyopie - klinische Analyse und computertomographische Befunde*
D. Kömpf, H. F. Piper, B. Neundörfer, H. Dietrich · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 1983 · Heft 08 · S. 270-281
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Palinopsie und zerebrale Polyopie/Diplopie stellen seltene positive visuelle Symptome dar, deren Phänomenologie anhand von zwei Falldarstellungen (Posteriorinfarkte) und einer Literaturübersicht beschrieben und differentialdiagnostisch von weiteren visuellen Reiz- und Ausfallssymptomen abgegrenzt wird. Lokalisatorisch liegt beiden Störungen eine okzipitale Läsion im Randgebiet des visuellen Kortex zugrunde, die mit homonymen Gesichtsfelddefekten einhergeht. Der neuronale Mechanismus bleibt weiterhin ungeklärt; spekulativ kann eine gestörte kortikale Verarbeitung visueller Signale angenommen werde…