Langerhanszell-Histiozytose bei Kindern und Erwachsenen – eine interdisziplinäre diagnostische und therapeutische Herausforderung
Anke Barnbrock, Luciana Porto, Johanna Schmoll · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 2025 · Heft 20 · S. 1216-1225
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Langerhanszell-Histiozytose (LCH) ist eine seltene maligne Erkrankung, die überwiegend im Kindes-, aber auch im Erwachsenenalter auftritt. Die Erkrankung betrifft meist das Skelettsystem, die Haut oder die Hypophyse, kann aber fast jedes Organ befallen und so zu unterschiedlichsten Symptome führen. Zunehmende Kenntnisse der Pathophysiologie ermöglichen neue Therapieoptionen wie den Einsatz von RAF- oder MAP-Kinase-Inhibitoren. Auch wenn Patienten mit LCH immer pädiatrischen Onkologen und Internisten vorgestellt werden sollen, ist in vielen Fällen eine interdisziplinäre Betreuung notwendig.