Hämodilutions-Therapie beim ischämischen Hirninfarkt: sinnlos
R. von Kummer, T. Back · Aktuelle Neurologie · 1989 · Heft 06 · S. 210-212
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Seit Jahren werden in Deutschland die unterschiedlichsten Formen des ischämischen Hirninfarkts ohne Rücksicht auf die individuelle Ätiopathogenese und ohne Wirksamkeitsnachweis fast einheitlich mit der Hämodilution behandelt. Die Befürworter berufen sich auf nicht bewiesene Zusammenhänge zwischen der Blutviskosität oder dem Herzminutenvolumen und der Hirndurchblutung. Die Kehrseite einer Blutverdünnung bei akuter zerebraler Ischämie wurde bisher weitgehend übersehen: Jede Hämodilution reduziert den arteriellen O2-Gehalt und unter den kritischen Bedingungen einer erschöpften Perfusionsreserve auch…