Induziertes Irresein, Folie à deux und gemeinsame psychotische Störung
D. Arenz, A. Stippel · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 1999 · Heft 06 · S. 249-255
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Im Anschluß an eine frühere Darstellung der psychopathologischen Konzepte des induzierten Irreseins wird in dieser Arbeit auf einen bemerkenswerten Unterschied in der psychiatriehistorischen Begriffsentwicklung aufmerksam gemacht. Die heute geltende operationale Definition ist ganz am französischen Ursprungskonzept der ,,folie à deux" orientiert und hebt damit im wesentlichen auf Übernahme eines bestimmten Wahnsystems durch eine nahe Bezugsperson ab. Demgegenüber wurden in der deutschen psychopathologischen Tradition unter den Begriff des ,,induzierten Irreseins" auch Fälle gefaßt, bei denen die…