Thiopurine und Malignomrisiko
Susanne Krome · Zeitschrift für Gastroenterologie · 2025 · Heft 10 · S. 1004-1006
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Aufgrund ihrer immunmodulatorischen Effekte werden Thiopurine bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (IBD) zum Einsparen von Kortikosteroiden, in der Kombination mit TNF-alpha-Inhibitoren und zur Prävention postoperativer Rezidive eingesetzt. In Europa erhalten 2 Drittel der Erkrankten mit M. Crohn (CD) und 1 Drittel mit Colitis ulcerosa (UC) in den ersten 5 Jahren nach der Diagnose Thiopurine. Leitlinien bestätigten ein damit assoziiert erhöhtes Risiko für Malignome. Die dänische Studiengruppe belegte dies nun mit höherer Evidenz und identifizierte modulierende Faktoren.