Extragenitale Verletzungen bei Vergewaltigung*
G. Kernbach, K. Püschel, B. Brinkmann · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 1984 · Heft 10 · S. 643-650
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die Dokumentation extragenitaler Verletzungen hat bei der Verifizierung eines »gewaltsamen Beischlafs« erhebliche forensische Relevanz. Anhand von 1875 Handakten der Polizei Hamburg erfolgte eine Analyse solcher Verletzungen nach Art, Lokalisation und Muster. Gemäß dem häufigsten Tatmittel (Festhalten o.ä., Schläge i. 60% der Fälle) kamen Folgen stumpfer Gewalt (z.B. Hämatome, Prellungen, Platzwunden) in fast 50% der Fälle vor. Viel seltener fanden sich Läsionen durch halbscharfe Gewalt (ca. 15% d. F.) und solche des Genitale sowie Würgemale (je ca. 3% d. F.). Der Genitalbefund hat für sich allei…