Die orthoptische Legastheniebehandlung
D. Safra · Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde · 1992 · Heft 05 · S. 612-613
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Als Ursache der Legasthenie wird ein angeborenes oder früh erworbenes hirnorganisches Syndrom mit spezifischen gnostischen Ausfällen und einem fehlgesteuerten Binokularsehen angenommen. Ausdruck des letzteren ist ein intermittierend auftretendes alternierendes Zentralskotom, welches für die Beeinträchtigung der visuellen Perzeption beim Lesen verantwortlich gemacht wird. Ziel der orthoptischen Legastheniebehandlung ist daher, das alternierende Zentralskotom durch Stabilisierung des Binokularsehens zu eliminieren und damit über eine ungestörte visuelle Perzeption die Leseleistung zu verbessern.