Stereosehen bei vermindertem Visus
P. Roggenkämper · Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde · 1983 · Heft 08 · S. 105-109
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die Beobachtung in unserem Krankengut und dem anderer Autoren, dass trotz schlechter Sehschärfe eines Auges bei Schielamblyopie (Fälle von primärem Mikrostrabismus) eine relativ gute Stereowahrnehmung vorhanden sein kann, wird experimentell nachgeprüft: mit Hilfe von einseitigen und beidseitigen Sichtokklusiven wurde der Visus auf 0,3 und 0,1 reduziert. Sowohl mit Hilfe des Titmustests als auch mit Hilfe des TNO-Tests konnte ermittelt werden, dass bei den meisten Versuchspersonen die Stereowahrnehmung nur mäßig, bei einzelnen Versuchspersonen überhaupt nicht vermindert wurde.