Monosymptomatische einheimische Sprue als Ursache einer Eisenmangelanämie
U. Kaiser · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1991 · Heft 42 · S. 1588-1590
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einer 23jährigen beschwerdefreien, normalgewichtigen Patientin (Gewicht 56 kg, Größe 156 cm) bestand seit etwa 2 Jahren eine Eisenmangelanämie (Hämoglobinkonzentration 56 g/l, nach oraler Eisensubstitution 100 g/l, mittleres korpuskuläres Volumen 66,7 fl, Ferritinkonzentration 5,0 µg/l). Nach unauffälliger gynäkologischer Untersuchung zeigte die Röntgendarstellung des Dünndarms ein vergröbertes Faltenrelief des Duodenums. Die histologische Untersuchung eines endoskopisch entnommenen Duodenalbiopsats ergab eine Zottenatrophie. Erhöhte Anti-Gliadin-Antikörpertiter (IgG 49,9 U, IgA 52,3 U) sowie…