Aufklärung und Hoffnung - Ein Widerspruch?
H. W. Kappauf · Zeitschrift für Palliativmedizin · 2001 · Heft 02 · S. 47-51
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Aufklärung im Sinne eines ehrlichen ärztlichen Gespräches mit Patienten über eine bei ihnen diagnostizierte unheilbare Krankheit fand bis vor wenigen Jahrzehnten in der Regel nicht statt. Diese Tabuisierung von Unheilbarkeit in der Patient-Arzt-Beziehung wurde meist ethisch begründet und mit „barmherzigen Lügen” verfestigt, um Kranken „in ihrer hoffnungslosen Lage Hoffnung zu geben”. Diese Haltung, die auch heute im medizinischen Behandlungsalltag nicht selten ist, basiert auf tradiertem magischen Denken und einem auf positives Denken reduzierten Verständnis von Hoffnung. Empirisch belegt stellt…