Subjektive Krankheitstheorien als Gegenstand der genetischen Beratung am Beispiel des Wiedemann-Beckwith-Syndroms
Kerstin Wüstner · Psychotherapie Psychosomatik Medizinische Psychologie · 2001 · Heft 08 · S. 308-319
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung In der genetischen Beratung geht es in der Regel um Krankheit, vermittelt anhand eines medizinischen, scheinbar objektiven Modells. Die Klienten formen daraus eine subjektive Krankheitstheorie, die mehr oder weniger der „objektiven” Theorie entsprechen kann. Anhand von Einzelfallanalysen von qualitativen Interviews mit Eltern, die ein Kind mit einem Wiedemann-Beckwith-Syndrom haben, werden die jeweils unterschiedlichen subjektiven Krankheitstheorien geschildert, wobei der Einfluss des Krankheitserlebens deutlich wird. Die Kluft zwischen Naturwissenschaft und subjektiver Lebenswelt klafft gerade i…