Demenz im Kino – Enttabuisierung auf Kosten der Authentizität?
Dennis Henkel · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 2025 · Heft 24/25 · S. 1462-1466
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Seit den 1980er-Jahren wird das Motiv der Demenz vermehrt in Spielfilme eingebaut. Ein positiver Trend, der jedoch auch Schattenseiten birgt: Demenzfilme neigen dazu, den Krankheitsverlauf zu verharmlosen und zu beschönigen. Eine solche Verharmlosung durch ein Massenmedium kann in Zukunft dazu führen, dass sowohl die Leiden Erkrankter als auch die herkulische Aufgabe der Pflege unterschätzt wird. Dies kann Versorgungsprobleme schaffen, die Ärztinnen und Ärzten in Zukunft bei der Beratung entsprechender Patienten bzw. Angehöriger bewusst sein sollten.