Ich- und Über-Ich-Spaltung bei Suchtkranken
Léon Wurmser · PiD - Psychotherapie im Dialog · 2003 · Heft 02 · S. 178-183
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Abstract Das zentrale Konzept für das Verstehen der schweren Neurose im Allgemeinen, der Suchterkrankungen im Besonderen ist das Zusammenwirken von Traumatisierung, mit deren globalen und damit unversöhnbaren Affekten, und innerem Konflikt, den daraus resultierenden globalen Abwehrvorgängen und absoluten Über-Ich-Ansprüchen. Dabei kommt es charakteristischerweise zu Phänomenen der Identitätsspaltung: zur Prominenz gegensätzlicher Selbstanteile, die gegensätzlichen Teilen des Über-Ichs unterstehen und oft aus sehr archaischen Selbstbildern und Identifizierungen bestehen. Diese Spaltungsphänomene beruhen auf kompl…