Stigmatisierung von Drogenabhängigen
J Gölz · Suchttherapie · 2005 · Heft 01
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die „Normalen“ einer Gesellschaft bedürfen einer oder mehrerer stigmatisierter Personengruppen, um sich selbst ihrer Normalität vergewissern zu können. Stigmatisierung entspricht also einem starken und allgemeinen Bedürfnis jeder Gesellschaft. Andererseits widerspricht ein exzessives Ausleben dieses Bedürfnisses den Maximen einer aufgeklärten demokratischen Gesellschaft. Drogenabhängige bieten sich mit einer Fülle von Attributen zur Stigmatisierung geradezu an. Besonders tragisch ist, dass die meisten ihrer Attribute durch eine historische Entscheidung der Gesellschaft hervorgerufen wurden, durch den prohibition…